OV – Vorstand Bündnis 90 / Die Grünen

 

Brigitte Demes (Vorsitzende)

Ich lebe seit 2017 in Weinheim und habe davor 28 Jahre in den USA gelebt, auf Long Island im Bundesstaat New York. In meiner kleinen Gemeinde habe ich mich kommunalpolitisch engagiert, vor allem in den Bereichen Bau- und Verkehrsplanung, und Klima- und Naturschutz. Eine grüne Bewegung gab es nicht, und das Bewusstsein für den Schutz der Natur und des Klimas war in meiner Umgebung gering. Zurück in Deutschland war es für mich schön, bei den Grünen viele Menschen zu finden, mit denen ich mich gemeinsam dafür einsetzen kann.   

Einige Themen, zu denen ich Impulse setzen will:

Natur- und Klimaschutz, vor allem im sozio-ökonomischen Kontext. Der schonende Verbrauch von Ressourcen und verantwortliche Konsum gehören für mich genauso dazu wie soziale Gerechtigkeit. Wie nehmen wir die Menschen dabei mit?

Integration. Da engagiere ich mich schon intensiv in Weinheim. In New York habe ich eine Gesellschaft von Einwanderern erlebt (und war selbst ja auch eine). Ich habe erfahren, wie multikulturelles Nebeneinander selbstverständlicher und entspannter sein kann als zur Zeit hier. Integration heißt für mich auch und vor allem Toleranz und Wertschätzung von Vielfalt. Dafür will ich mich einsetzen.

Ich war und bin schockiert und entsetzt über den Hass und die Hetze, welche hier aus der rechten Ecke kommt.  Es gibt wieder Antisemitismus, welcher bis hin zum Mord geht, Rechtspopulisten, die auf der Strasse und in Parlamenten Feindschaft verbreiten. Dagegen müssen wir uns wehren.

Stadtentwicklung, Verkehr, Land- und Bodenschutz, sowie die zunehmende Einkommensschere sind weitere Themen die mir wichtig sind. In Weinheim bin ich aktiv in der Flüchtlingshilfe, beim Runden Tisch Energie, in der Brgerinitiative Breitwiesen, bin Mitglied beim ADFC, BUND, bei der SOLAWI.

Kurz zu meinem Hintergrund: Ich bin 1952 im Münsterland geboren und aufgewachsen, habe Biologie mit Schwerpunkt Humanbiologie in Bonn und Frankfurt studiert und dann eine akademische Laufbahn an der Ruhr-Universität Bochum begonnen. Von 1989 bis 2017 habe ich an der State University of New York in Stony Brook menschliche Anatomie für Studierende medizinischer Berufe gelehrt und im Bereich Biomechanik und funktionelle Morphologie von Knochen und Muskeln geforscht.

E-Mail: brigitte.demes@gmail.com

 

Letizia Stalf (Vorsitzende)

Ich lebe seit 5 Jahren in Weinheim. Habe es aber nicht sehr weit von zu Hause weggeschafft, da ich in Birkenau aufgewachsen bin (Ja, eine gebürtige Hessin 😉). Ich bin Wirtschaftsingenieurin Fachrichtung Elektrotechnik von Beruf und mache in meiner Freizeit gerne Sport. Egal ob Reiten, Joggen, Radeln, Wandern, Ski fahren bei allem bin ich gerne dabei.

Zu der GAL/Grünen bin ich gekommen, weil ich Stellung beziehen wollte. Nicht mehr nur diskutieren und schlechtreden, sondern meinen persönlichen Beitrag dazu leisten, dass meine politischen, gesellschaftlichen und die Umwelt betreffenden Wünsche auch umgesetzt werden.  Doch was sind meine Wünsche? Ich möchte ein Wachstum, das mit unserer Umwelt funktioniert und sie nicht zerstört. Ich möchte eine Gesellschaft, in der nicht Neid, Missgunst und Rassismus im Vordergrund stehen, sondern vor allem ein Miteinander wirkt.

Meine persönlichen Themen sind erstens die Mobilität, da ich auch im Bahnbereich angestellt bin und das einfach zu meinem Herzensthema gewachsen ist. Bahnfahren ist eine der saubersten Möglichkeiten, um von A nach B zu gelangen. Die Möglichkeiten sind hier noch nicht ausgereizt. Für Weinheim würde ich mir einen kostenlosen ÖPNV wünschen, wenn ich auch weiß, dass hierfür noch einige Bedingungen und Weichen gestellt werden müssen. Intelligente Verkehrslösungen müssen her, um von dem individualen Verkehr umzusteigen auf umweltschonende Möglichkeiten. Vor allem der Fahrradverkehr ist eines der gesündesten Fortbewegungsmittel und muss in unserer Stadt gestärkt werden.

Ein zweites Thema, das mich stark beschäftigt, ist die Agrarwende. Ich finde es schade, dass wir nur noch in Massen produzieren und kleinere, regionale Landwirtschaftsbetriebe keine Chance mehr haben. Ich finde es weiterhin bedauerlich, dass vielen Dingen im Leben mehr Priorität beigemessen und ein höherer Preis akzeptiert wird, als bei unseren Lebensmitteln. Regionale &Saisonale Lebensmittel sind gut für die Umwelt, da die Kosten für Logistik und Anbau oft den Umweltschäden nicht gerecht werden. Ebenso wenig das Leben eines Tieres, welches in unserer Gesellschaft leider sehr wenig zählt. Lebensmittelverschwendung ist ein Punkt den wir kommunal angehen müssen und dafür stehe ich, für einen bewussten, schonenden Umgang mit unseren vorhandenen Ressourcen. 

Ich lebe gerne in Weinheim. Ich mag die Naherholungsgebiete den Waidsee, die Breitwiesen zum Joggen, den Schlosspark. Ich würde diese Gebiete gerne an nachfolgende Generationen weitergeben. Ich hätte gerne, dass Weinheim in der Klimapolitik nicht mehr hinterherhinkt, sondern dass wir Vorbilder sind.

Besonders freuen würde mich, wenn sich noch mehr jüngere Menschen engagieren und sich einmischen, weil unsere Meinungen zählen!

E-Mail: letiziastalf@gmail.com

 

Kerstin Treber-Koban (Beisitzerin)

Geboren bin ich 1966 in Frankfurt am Main. Ich bin im Jahr 1984 bei den GRÜNEN eingetreten. Sozialisiert in einem linken Elternhaus, mit dem Protest gegen die Startbahn 18 West in meiner Heimatstadt Mörfelden-Walldorf, bin ich in einem der HotSpots der Umweltbewegung der 80er aufgewachsen. So war Umweltaktivismus immer Bestandteil in meinem Leben. Ich habe die Grüne Jugend in Hessen und auf Bundesebene mitgegründet und war lange im Kreisvorstand im Kreis Groß-Gerau.

Verkehrswende, Ernährung, direkter Schutz von Natur, Umwelt und Lebensräumen waren dabei meine zentralen Themen, die ich auch über mein Engagement beim BUND umsetzen konnte. Unabhängig von Themen habe ich immer daran mitgearbeitet  die jeweiligen Strukturen zu stärken, indem ich mich aktiv an der Umsetzung zentraler Kampagnen auf Orts- oder Kreisebene mitgewirkt und in Wahlkämpfen beteiligt habe, vom Plakatieren über Pressearbeit bis zur Moderation bei Veranstaltungen.

Dennoch habe ich mich Ende der 90er entschlossen, die Grünen zu verlassen. Eine tiefe  Zerstrittenheit in meinem OV und die Partei als zentrales Thema in meinem Leben haben mich damals politikmüde gemacht. Ganz ohne ehrenamtliches Engagement blieb ich nicht lange und habe nach der Geburt meines ersten Kindes 2001 einen Elternverein gegründet.

Mit meinem Mann bin ich 2006 aus beruflichen Gründen nach Weinheim gezogen. In dieser Zeit stand für mich meine Familie im Vordergrund. Meine Kinder sind inzwischen 19 und 13 Jahre alt. Es war lange unsicher, ob wir in Weinheim bleiben. Nach 13 Jahren Weststadt, haben wir uns nun in der Nordstadt niedergelassen und ich werde langsam Weinheimerin.

Ich bin seit 1989 Ergotherapeutin mit einer fachlichen Spezialisierung für Psychiatrie und Geriatrie. Nach einer langen, auch umzugsbedingten Pause, habe ich mich vor 7 Jahren beruflich hier in der Region neu orientiert. Zunächst habe ich in Praxen in Heidelberg, Leutershausen und Mannheim gearbeitet. Nun arbeite ich seit Januar 2019 im GRN in Weinheim.

Die GRÜNEN habe ich nie aus den Augen verloren, aber den Schritt zurück in die Partei ist mir lange schwer gefallen. So war ich in den letzten Jahren hier in Weinheim nur „Sympatisantin“.

Die Kinder sind groß, ich habe es zurück in den Beruf geschafft und der Anker zum Bleiben ist hier in Weinheim geworfen. So ist Freiraum entstanden um mich mit neuen/alten Themen zu beschäftigen. Die Klimabewegung rund um Fridays For Future hat mir den letzten Schubs verpasst, um mich zurück in meine politische Heimat bei den GRÜNEN zu bewegen. Auch wenn es nun ein anderer Landesverband ist.

Ich habe in den letzten Monaten erfahren, dass es in Weinheim viele engagierte und fähige Menschen gibt, die sich in und um die GRÜNEN herum mit Themen rund um den Umbau unserer Gesellschaft, zu einer umweltfreundlicheren und sozialeren beschäftigen. Hier will ich wieder mitwirken, denn ich bin der festen Überzeugung, das wir nicht nur von Vielem, was wir alltäglich benutzen, weniger brauchen, sondern, das wir in vielen Bereichen einen gänzlich anderen Ansatz und Umgang entwickeln müssen: Fortbewegung, Bauen, Konsum, Ernährung, Schutz von Land, Natur und Umwelt, denn „Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“.

E-Mail: kerstin@koban.eu

 

Norbert Kramer (Beisitzer)

Geboren am 3. Oktober in Berlin und dort auch aufgewachsen. Katholisch sozialisiert und als Ministrant lange Jahre im Einsatz. Später auch als Oberministrant. Nach der Lehre als Maschinenschlosser erster Auslandseinsatz in Algerien. Ein prägender Eindruck, abrupt in eine andere Kultur einzutauchen, ohne Vorwarnung und irgendwelche Kenntnisse darüber, dass es auch etwas anderes gibt als Berlin-West Tempelhof. Studium an der Beuth Hochschule für Technik Berlin mit anschließender Beschäftigung bei Siemens als Anfänger in der IT. 1982 Heirat mit einem „Westdeutschen“ Mädel aus dem Harz, meiner Barbara. Umzug nach „Westdeutschland“ Hessen/Kassel. Weiterhin in der IT zu Hause und bald auch Vater, Katharina kam zu uns. 1988 Jobwechsel und Ortswechsel nach Weinheim. Wieder in der IT, nun aber nach kurzer Zeit Freelanzer, bis die EVS Energieversorger aus Stuttgart mich in Ihr Unternehmen aufnahm. Weiterer Familien Zuwachs, Robert kam zu uns. 1989 fiel die Mauer. Eine unglaubliche Freude, die ich nie für möglich gehalten habe. Bin am 12.11.1989 mit dem letzten Flugzeug abends nach Berlin geflogen. Ich konnte es hier in „Westdeutschland“ nicht mehr aushalten. Ich musste dieses Gefühl der Freude in Berlin, meiner Heimatstadt, miterleben. Eine wichtige Erkenntnis habe ich aus dieser Zeit mitgenommen. Es gibt eigentlich nichts, was nicht geht, wenn viele Menschen es wollen. Alles kann sich Ändern, was Hoffnung macht oder auch Ängste auslöst. Mit offenen Augen durch das Leben zu gehen und darauf zu achten die Menschen in der Veränderung mitzunehmen soweit man das kann.

International habe ich in vielen Projekte in Europa gearbeitet. England, Frankreich, Spanien, Portugal und Polen waren die Stationen. Ich übernahm Führungsverantwortung als Projektleiter, Teamleiter und später als Abteilungsleiter. In einem „Atomkonzern“ zu arbeiteten hat mich immer auf eine bestimmte Art beschäftigt und belastet.

In den letzten Jahren meiner Tätigkeit habe ich mich mit Großgruppenmoderationen und der Gewaltfreien Kommunikation beschäftigt. Für mich heute ein Bestandteil meines Handelns. Bewahrung der Schöpfung und immer wieder das Bemühen, aufmerksam durch das Leben zu gehen sind die wesentlichen Themen, die mich heute umtreiben. Da spielt im besonderen die Energie, die Quell unseres Lebens eine herausragende Rolle sowie die Art und Weise, wie wir damit umgehen. Ich habe mich mein Leben lang mit Technik beschäftigt. Mit der Hand sowie mit dem Kopf. Über 35 Jahre habe ich in der IT gearbeitet und mich mit der Führung von Menschen vertraut gemacht. Überzeugt bin ich von einem Leben im Einklang mit der Natur und den technischen Möglichkeiten, die wir heute nutzen und zur Verfügung haben. Jedoch ist es wichtig die technischen Möglichkeiten mit der notwendigen Sorgfalt und ausreichendem Wissen über die Auswirkungen zu nutzen. Ohne Energie und Wasser ist Leben auf unserer Erde nicht möglich. Deshalb ist es auch notwendig mit beiden Elementen sorgsam umzugehen. Deshalb meine Engagement innerhalb des Runden Tisch Energie und als Beisitzer im Vorstand der GAL & Bündnis/90 Die Grünen.

E-Mail: n.kramer@gal-weinheim.de

 

Mathias Meder (Beisitzer)

Ich lebe mit meiner Familie seit 2017 in Weinheim, bin hier jedoch schon seit 2006 beruflich tätig und war zuvor in Mannheim politisch tätig, unter anderem 10 Jahre im Gemeinderat. Hermann Hesse schrieb einmal: „Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen„. Getreu diesem Motto setze ich mich gerne dafür ein, unsere Lebensbedingungen zu verbessern – auch wenn es manchmal nur langsam voran geht.

Ich habe bereits mit 15 Jahren angefangen, mich in einer Jugendgruppe des WWF für Umwelt- und Naturschutz zu engagieren, habe im hessischen Wetzlar im Naturschutzzentrum meinen Zivildienst geleistet und bin danach zum Studium der Wirtschaftspädagogik nach Mannheim gezogen. Bereits 1997 bin ich in Wetzlar den Grünen beigetreten, ausschlaggebend dafür war jedoch nicht nur der grüne Leitgedanke der Umweltpolitik, sondern vor allem die damalige Position der Grünen in der Asylpolitik, die sich schon 1993 gegen die sogenannte ‚Drittstaatenregelung‘ aussprachen.

Seit 2006 bin ich als Dipl.-Handelslehrer in Weinheim tätig und habe politische Erfahrung insbesondere in den Bereichen der Sicherheits- und Ordnungspolitik, sowie der kommunalen Wirtschaftspolitik gesammelt. Ich bin überzeugt davon, dass eine Stadt umso lebenswerter ist, wenn sie den Schwächsten der Gesellschaft den nötigen Rückhalt bietet – und das sind eben oft die Kinder. Wer eine zukunftsfähige Stadt möchte, der muss sie vor allem kinderfreundlicher machen. Der muss die nötigen Plätze zum Spielen schaffen, die Verkehrswege so gestalten, dass Kinder sie sicher nutzen können und der muss die natürlichen Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen erhalten. Weil das genau das Programm von Bündnis 90/ Die Grünen ist, bin ich gerne in dieser Partei aktiv und freue mich, wenn wir auch in Weinheim noch mehr werden!      

E-Mail: mathias.meder@yahoo.de

 

Rechnungsprüfung: Doris Jochim & Dr. Andreas Marg