Burgruine Windeck – Presseartikel

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GAL-Fraktion begrüßt klare Haltung Fetzners zur Windeck – Noch offene Fragen

 

„Offenbar hat es sich bei den Verhandlungen zum Verkauf der Burg Windeck an einen Privatmann um einen Alleingang des Oberbürgermeisters gehandelt“, stellt die GAL-Fraktion fest, nachdem Erster Bürgermeister Dr. Torsten Fetzner klargestellt hat, dass es keinen Verkauf geben soll. „Ein Alleingang, dessen Wirkung auf Bürger und Gemeinderat vom Oberbürgermeister allerdings völlig falsch eingeschätzt wurde“, so die Fraktionsvorsitzende Elisabeth Kramer angesichts der breiten Ablehnung von Verkaufsüberlegungen.

Und Uli Sckerl, Stadtrat und Landtagsabgeordneter meint dazu: „Es dürfte ein in Baden-Württemberg und darüber hinaus einmaliger Vorgang sein, dass einem noch amtierendem Oberbürgermeister von der eigenen Verwaltung derart widersprochen wird.“

Bei aller Verwunderung über diesen Vorgang herrscht in der Fraktion vor allem Erleichterung, dass eine Privatisierung nun abgewendet ist.Wir jedenfalls werden einem Verkauf nicht zustimmen, egal von wem so ein Vorschlag kommen sollte“, so die eindeutige Aussage der Fraktion. Auch ein Blick nach Schriesheim habe diese Haltung bekräftigt: Dort seien die Möglichkeiten der Stadt, Einfluss auf das Schicksal der Strahlenburg zu nehmen, kaum noch vorhanden. Nachdem nun eine Erbengemeinschaft im Besitz der Burg sei anstelle des verstorbenen Eigentümers, sei hinsichtlich notwendiger Sanierungen die Situation ausgesprochen unbefriedigend. Und es gebe im Land weitere Beispiele, wo Privatsierungen von Schlössern und Burgen eindeutig negative Folgen hatten.

 

Die GAL-Fraktion erwartet jetzt eine öffentliche Erklärung von Oberbürgermeister Heiner Bernhard zu dem einmaligen Vorgang und seinen Hintergründen. „Dabei sind auch alle Ungereimtheiten aufzuklären, die in Bezug auf Pachtrückstände und deren Verursachung aufgetaucht sind.“

Dazu berichtet auch Stadtrat Dr. Alexander Boguslawski, dass oft mal Besuchergruppen vor dem verschlossenen Windeck-Tor standen. „Das darf nicht sein,“ betont er, „das widerspricht auch dem Pachtvertrag“. Daher sei nun bald Klarheit zu verschaffen, wie der Gemeinderat zusammen mit der Verwaltung Verbesserungen finden könnte bei diesen offenbar schwierigen Pachtverhältnissen. „Schließlich geht es darum, die Anziehungskraft der Burg mit einem bürgerfreundlichen und zuverlässigen Service wieder zu erlangen.“

 

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